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AnstossHeim GastErgebnisInfo
Fre, 12.08.2005 18:00SV Rot Weiß Flatow-SG Blau-Weiß Leegebruch2:1
Sam, 13.08.2005 15:00VfB Gramzow-Löwenberger SV0:0
 SC Victoria 1914 Templin-Schorfheide Joachimsthal1:1
 SG Einheit Zepernick-Borussia Criewen1:2
 SV Eintracht Göritz-SV Blau Weiß 90 Gartz2:2
 Häsener SV-1. FC Finowfurt5:5
 Schönower SV-FSV Rot-Weiß Prenzlau1:4
Son, 14.08.2005 14:00SG Union Klosterfelde-FSV Bernau2:3
Schönower SV - FSV Rot-Weiß Prenzlau 1:4

Rückstand wirft Rot-Weiß nicht aus der Bahn

Auftakt geglückt. Sieben von 16 Mannschaften in der Fußball-Landesklasse Nord kommen aus der Uckermark. Derbys sind an der Tagesordnung – bis auf den 14. Spieltag. Das erste dieser hoch brisanten Duelle gewann Landesliga- Absteiger FSV Rot-Weiß Prenzlau beim Schönower SV 4:1.

"Ich bin froh, dass wir dieses erwartet schwere Spiel größtenteils bestimmen und verdient gewinnen konnten", war das erste Fazit des Rot-Weiß-Präsidenten Roberto Weiher. "Absteiger haben ja oft mit dem Anlauf in der neuen Spielklasse Schwierigkeiten. Unsere Elf hat das gut gemeistert."
Ein schnelles, offensives Spiel, das wohltuend fair verlief. Schiedsrichter Steffen Misdziol (Hennigsdorf) tätigte von Beginn an klare Ansagen an Streithähne – "Ruhe meine Herren, Abseits ist, wenn ich es pfeife" oder "Kommen sie beide her. Wenn sich das Gemaule hinter meinem Rücken nicht gibt, marschieren sie beide raus" – und hielt diese Linie auch durch.
Die Rot-Weißen versuchten von Beginn an mit ihrem Offensivkonzept der Partie den Stempel aufzudrücken, mussten dabei aber akzeptieren, dass ihre ersten Fehler bestraft wurden. So erklang schon nach 12 Minuten Schönower Jubel, als Christian Fähling bei einem Eckstoß von der Rot-Weiß-Abwehr in der Mitte vor dem Tor allein gelassen wurde. Unbedrängt köpfte er zum 1:0 ein. Es ehrt die Prenzlauer, dass sie davon – bis auf nervöse Ansagen von Kapitän Hans-Jürgen Persecke – im Offensivverhalten unbeeindruckt blieben. Ihr Mittelfeld war aber in dieser Phase zu schwach, ließ die Schönower oft frei durchmarschieren. Diese jedoch patzten im Abschluss.
Schon drei Minuten später lag der Ausgleich in der Luft. Aber Johannes Persecke versuchte es frei vor dem SSV-Tor mit einem Lupfer über Keeper Skara. Das misslang, die Kugel fischte der Keeper weg. Noch prekärer die Situation in der 32. Spielminute. Moustapha Njoya war im Strafraum nur unfair vom Ball zu trennen. Den folgenden zu unplatziert geschossenen Elfmeter von Johannes Persecke parierte Skara großartig.
Aber Rot-Weiß machte weiter Druck. Wewiorra traf den Ball beim Torschuss nicht richtig (37.). Als nach einer Ecke dem abgewehrten Ball nachgesetzt wurde, kam dieser zu Njoya, der zum 1:1 (40.) einköpfte. Die Gastgeber antworteten mit einem Sturmlauf. Doch Fähling konnte zweimal abgedrängt werden.
In der 2. Halbzeit waren die eingewechselten Höppner und Sohn für die Angriffsvariabilität der Rot-Weißen belebend. Höppner ging oft in die Spitze, scheiterte aber zunächst (48./52.). Andererseits überließen die Prenzlauer dem SSV außen oft lange Laufwege mit dem Ball. An deren Ende waren die Angreifer jedoch oft kraftlos und unkonzentriert. Ungenaue Flanken und Torschüsse folgten.
Dann kam die stärkste Phase der Prenzlauer. Das auch, weil ihr Gegner konditionell etwas abbaute. SSV-Kapitän Krause hatte nach einem scharfen Höppner-Schuss seine Leute noch lautstark gewarnt: „Macht mehr Druck nach vorn. Die belagern uns sonst.“ Schon gleich darauf das erste Resultat dieser Belagerung: Pass in die Spitze zu Höppner, Skara blieb auf der Linie stehen – 2:1 für Rot-Weiß (73.). Als Martin Rapp den einzigen gefährlichen Angriff der Schönower im zweiten Abschnitt glänzend parierte (84.) und gleich den Gegenzug einleitete, liefen mit Leege und Sohn zwei Rot-Weiße auf Skara zu. Leege schob das Leder mit Übersicht zu Sohn – 3:1 (85.). Vehement und lautstark forderten die Schönower eine Abseitsentscheidung und waren danach auch spielerisch total aus dem Häuschen. Die Rot-Weiß-Wellen aber rollten. Sohn wurde abgedrängt, Wagner schoss vorbei. Dann setzte Njoya nach: Übersteiger, Haken, Schuss – 4:1 (88.).
Nach Abpfiff fairer Handschlag zwischen Spielern beider Teams. Die Schönower haderten aber noch laut mit dem Schiedsrichter.
Torschützen:
1:0 Fähling
1:1 Moustafa Njoya (40.)
1:2 G. Höppner (73.)
1:3 Paul Murcha (85.)
1:4 Moustafa Njoya (88.)
Marko Tietz (Uckermarkkurier vom 15.08.05)  
Tabelle 1. Spieltag
 MannschaftSpGUVToreDiffPkt
1.FSV Rot-Weiß Prenzlau11004:133
2.FSV Bernau11003:213
3.Borussia Criewen11002:113
3.SV Rot Weiß Flatow11002:113
5.Häsener SV10105:501
5.1. FC Finowfurt10105:501
7.SV Blau Weiß 90 Gartz10102:201
7.SV Eintracht Göritz10102:201
9.SC Victoria 1914 Templin10101:101
9.Schorfheide Joachimsthal10101:101
11.VfB Gramzow10100:001
11.Löwenberger SV10100:001
13.SG Union Klosterfelde10012:3-10
14.SG Blau-Weiß Leegebruch10011:2-10
14.SG Einheit Zepernick10011:2-10
16.Schönower SV10011:4-30